Wärmepumpe: Wärme aus der Natur nutzen

 
 Eine Wärmepumpe entzieht dem Erdreich oder der Luft Energie und Wärme, durch die ein Medium wie Propan auf eine höhere Temperatur gebracht wird. Dies geschieht durch ein Kompressionsmechanismus in der Wärmepumpe, der das Medium stark verdichtet. Durch eine Wechselwirkung von Verdampfen und Verflüssigen entsteht eine überschüssige Wärmeenergie, die zur Nutzung in einer Heizquelle gebraucht werden kann.
 
Erdwärmepumpe
 
Bei einer Erdwärmepumpe wird ein bis zu 100 Meter tiefes Loch gebohrt, in das ein Metallrohr ausgelegt wird, das die dort gespeicherte Sonnenenergie aufnehmen kann. Damit die Sonnenenergie ungehindert in das Erdreich eindringen kann, darf solch eine Anlage nicht überdacht sein, noch darf das Bohrloch schattiert liegen. Obwohl die Erdbohrung und die Pumpe einen geringen Platzbedarf beanspruchen, ist das Einbringen der Erdsonde recht teuer. Jeder Bohrungsmeter ist mit Kosten von ungefähr 52 Euro anzusetzen.

 
Luftwärmepumpe
 
Eine Wärmepumpe kann auch Wärme aus der Umgebungsluft entnehmen. Die sogenannten Luftwärmepumpen können kostengünstig hergestellt und montiert werden. Allerdings entziehen sie je 1.000 Kubikmeter Luft nur 3 bis 4 kW Energie. Die Effizienz der Wärmepumpe ist abhängig von den Temperaturunterschieden der Umgebungsluft und der gewünschten Temperatur. Ist die Differenz groß, wird die Pumpe unwirtschaftlich, so dass z.B. im Winter zugeheizt werden muss.